Psychosomatik

 

Krankheiten sind Botschaften des Körpers und der Seele.

 

Was bedeutet psychosomatische Erkrankung?

 

Hierunter versteht man eine Erkrankung, die infolge einer seelischen Belastungssituation entsteht und allgemein als Stress bezeichnet wird.

 

Bestehen über einen länger Zeitraum Ängste, Trauer oder Erregung, so können Wechselwirkungen zwischen Körper, Geist und Seele sichtbar werden. Man sagt auch, der Körper kompensiert durch die Erkrankung mit den Symptomen die psychische Belastung. Diese Botschaften zu verstehen und als Entwicklungsprozess in der Erkrankung zu sehen, ist oft nicht leicht.

Denn die  Erscheinungsformen zeigen sich vielgestaltig. Hierbei spielen auch erbliche Prädispositionen, also ererbte, genetisch bedingte Anlagen oder Empfänglichkeiten für eine Krankheit, eine Rolle.

 

Was bedeutet Stress?

 

Stress ist evolutionsgeschichtlich zunächst einmal etwas sehr nützliches, denn es ist eine Anpassungsreaktion des Körpers an momentane Umstände. Hans Selye prägte den Begriff Stress in der Psychologie und unterschied zwischen positivem Stress (Eustress) und negativem Stress (Disstress). Ich gehe hier auf die Auswirkungen des negativen Stresses ein. Was geschieht in einer Stresssituation im Körper? Über die Sinneskanäle lösen eingehende Reize binnen Sekunden einen Alarm aus. Blitzartig wird der Körper in einen Aktivitätszustand versetzt, um beispielsweise zu kämpfen oder zu flüchten. Diese Art Stress macht sich auf drei Ebenen bemerkbar, auf der kognitiven Ebene (Hemmung der geistigen Fähigkeiten), auf der emotionalen Ebene (Angst, Panik, Aggression) und auf der somatisch-vegetativen Ebene, mit einer Menge von Anpassungen wie den Anstieg der Herz- und Atemfrequenz, Hemmung der Verdauung, Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin, Zuckerausschwemmung aus der Leber und so weiter und so fort……..


Was, wenn der Stress nicht nur vorübergehend ist, sondern über längere Zeit anhält?

 

Es kommt zu einem Anstieg von Cortisol aus der Nebennierenrinde, was eine Erhöhung des Blutglucosespiegels durch den Abbau von Muskulatur und Umwandlung in Zucker nach sich zieht. Das hat zur Folge, dass der Körper sowohl vom Immunsystem her, als auch vom gesamten Stoffwechsel, verlangsamt agiert. Bemerkbar macht sich dies durch gehäufte Infekte, der Körper wird insgesamt schlechter Entgiftet und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Dadurch werden die Zellen schlechter versorgt was Entzündungen beispielweise an Gelenken begünstigt. Leber und Niere sind durch den verlangsamten Stoffwechsel mehr belastet, weil sie mehr Abbauprodukte entsorgen müssen.

Zusätzlich kann eine Allergie auf vielfältige Weise in Erscheinung treten. Durch Störungen im Magen-Darm Trakt, durch Hauterkrankungen, auch seelische Symptome können hinzu kommen. Spielt eine Nahrungsmittelallergie oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit eine Rolle,  können sich Verhaltens- und Lernstörungen manifestieren, weil Stoffe die Blut-Hirnschranke passieren und in den Gehirnstoffwechsel einwirken.

 

Widersprüchliche Erziehung kann krank machen!

 

In einem Familienverband von Wölfen oder Hunden werden die Grundprinzipien schnell gelernt. Dies ist dringend nötig, weil es unter Anderem zur Sicherheit des Einzelnen beiträgt. Wer sich gegen diese Grundprinzipien verweigert – wird ausgestoßen.

 

Schon Jungtiere lernen und üben im Spielverhalten soziale Rollen – ohne jeden Ernstbezug.

Bei der Erziehung von Hunden gibt es vielerlei Ansätze. Hundehalter, die eine widersprüchliche und inkonsequente Methode versuchen, erleben nicht selten einen Hyperaktiven bis hin zu neurotischen Persönlichkeitsstörungen neigenden Hund. Hinzu kommt, wenn den Bedürfnissen des Hundes zu wenig Rechnung getragen wird.

Hundebesitzer, die aufgrund von Überforderung permanent und unwillkürlich bestrafen, schaffen einen Nährboden für ständige Unsicherheit und Angst des Hundes. Das ist ein ständiger Stressor für den Hund, da sich sein Nervensystem in ständiger Alarmbereitschaft befindet.

Sind Hundehalter ständig ängstlich, unsicher und inkonsequent, wird der Junghund und auch der Erwachsene, dass machen, was er für richtig und wichtig erachtet. Das wiederum kann Konsequenzen auf die Sozialverträglichkeit des Hundes haben und eine geringe Impulskontrolle und Anpassungskapazität nach sich ziehen. Das bedeutet, diese Hunde können Schwierigkeiten damit haben sich situativ anzupassen.

Solche Hunde sind nicht grundsätzlich prädestinierter für eine psychosomatische Erkrankung, sie haben in ihrem Leben aber den zehnfachen Stress auszuhalten den andere haben  –  das würde wie wir nun wissen, vermutlich viele von uns krank machen.

 

Zu guter Letzt…….Somatopsychische Erkrankung was bedeutet das?

 

Dazu zählen Erkrankungen, die ihren Ursprung auf der körperlichen Ebene haben, durch deren Belastung aber auch eine psychische Symptomatik zum Vorschein kommt. Beispielsweise bei degenerativen Gelenkerkrankungen, die mit starken Schmerzen einhergehen. Hier wird die psychische Wechselwirkung vom Körper, durch seinen chronischen Schmerz aktiviert und gesteuert.