Monty zieht ein – eine Geschichte die bewegt

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„Ich möchte einen zweiten Hund“. Immer wieder kam dieser Gedanke in mir hoch, doch an jenem Sonntagnachmittag im April 2016, gesellten sich weitere Gedanken dazu. Ein spritziges Temperament soll er haben, mit einer schnellen Auffassungsgabe und insgesamt ein feinfühliges Wesen. Hm, ich ließ meine Kaffeetasse mit einem Seufzer sinken und schaute zu Buddy. „Was meinst du?“, fragte ich ihn, wortlos mit Blicken. Buddy ist wie ein Fels in der Brandung für mich geworden. Er ruht in sich, strahlt eine spürbar klärende und ruhig fließende Energie aus. Wir zwei sind das perfekt Team, auch, wenn es darum geht anderen Menschen und Hunden etwas zu vermitteln.

 

„Wozu dann einen zweiten Hund?“, fragte ich mich selbst. „Naja, einer der mich exzellent reflektiert wäre schon großartig. Ich ließ meinen Gedanken freien Lauf…einer der mich in anderen Bereichen und Seiten meiner Persönlichkeit herausfordert und coacht, als Buddy das tut. Darüber hinaus könnten genau hiervon auch meine Kunden profitieren. „Großartig, ja genau das ist es“, schoss es mir in den Kopf, begleitet von einem euphorischen Gefühl. Und Buddy? Er lag neben mir zufrieden grunzend auf dem Sofa. Aus menschlich-emotionalen Spinnereien macht sich Buddy nicht viel. Ich meine, solange seine Welt in Ordnung ist sagt er sich, mach du dein Ding, ich mach derweil mein Ding. Hat auch was, zumindest sorgt es für ein entspanntes und friedliches Miteinander. Und genau damit sollte es bald vorbei sein. Nur wusste ich noch nichts davon.

 

In den darauf folgenden Wochen streiften meine Blicke durch verschiedene Zeitungen und online Portale. An einem Sonntagmittag im Mai 2016, die Sonne schien mir wärmend auf den Rücken, las ich ein Inserat mit Hollandse Herder Welpen. Mit dieser Rasse hatte ich mich schon vor vielen Jahren einmal beschäftigt und ja, so ein Hund schien mir nach einiger Überlegung perfekt zu sein. Mit Papier und Stift an der Hand, griff ich zum Telefon. „Zwei Rüden sind noch da, wobei der eine etwas untypisch sanft und zurückhaltend ist“, erklärte mir die junge Frau am anderen Ende der Leitung. Kurz darauf zog genau dieser kleine Fraz bei uns ein. Monty, wie wir den kleinen Rüden tauften, war von Anfang an ein Hundekind, der mein Wissen und mein Vorhaben auf den Kopf stellte. Vier Monate später wurde klar, Monty war krank, schwer krank. Doch was ihm fehlte war nicht zu finden. Die Tierärzte an meiner Seite waren ratlos. Wir hatten schlechte Leber- und Nierenwerte, der Elektrolyt Haushalt war verschoben  dazu blutiger Durchfall, eine sehr starke Entzündung lag vor und die gesamten Lymphdrüsen im Verdauungstrakt waren vereitert. Sämtliche Untersuchungen liefen ins Leere.

 

„Das hast du jetzt davon“, dachte ich am Abend nach diesem niederschmetternden Befund. „Da hast du sie nun, deine Herausforderung!“ Tränen liefen mir die Wangen hinunter, während ich mich auf mein Bett sinken ließ. Es war schrecklich diesen jungen Hund so krank zu sehen. Monty hatte Fieber, starkes Untergewicht und die Tierärzte machten mir keine Hoffnung. „ Jaaa, es ist furchtbar traurig, doch dieser kleine Hundebub kam nicht zu dir, weil es keine Lösung gibt, sondern weil du sie findest!“, mahnte mich meine innere Stimme. Kennst Du die, diese inneren Helfer, die sich genau im richtigen Moment zu Wort melden? Manchmal allerdings sind es nur Bruchteile von Sekunden, bevor andere Gedanken wieder das Zepter übernehmen. Ich jedenfalls habe gelernt, auf diese Impulse zu lauschen. Für mich gesprochen kommen sie immer im richtigen Moment und sind brillante Wegweiser.

Im Januar 2017 haben wir Monty`s 1. Geburtstag gefeiert. Groooß ist er geworden und eines haben wir gemeinsam. Wir haben viel gemeistert und gelernt. Und immer dicht an unserer Seite ist Buddy, unser Fels in der Brandung. Wie es weiter geht? Wir machen genau so weiter, wir meistern und lernen. Und irgendwann, erzähle ich euch wieder davon. Bis dahin, lasst es euch gut gehen und genießt das Leben!

 

Autor: Sonja Maier

info@blickwechsel-hundegesundheit.de

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